Die Rechen-Schule im Studienkreis
 
 

Fragen und Antworten zum Thema Rechenschwäche


Wir haben Ihnen hier Antworten auf die häufigst gestellten Eltern-Fragen zum Thema  Rechenschwäche zusammengestellt.

Woran merke ich, ob ein Kind rechenschwach ist?
Was kann ich tun, wenn ich eine Rechenschwäche bei meinem Kind vermute?
An wen kann ich mich wenden?
An wen wendet sich die Rechenförderung im Studienkreis?
Was leistet die Förderung bei Rechenschwäche im Studienkreis und was nicht??
Wie oft findet die Förderung statt??
Wie findet die Förderung statt?
Wird das individuelle Lernniveau des Kindes bei einer Gruppenförderung genügend berücksichtigt?

Woran merke ich, ob ein Kind rechenschwach ist?
Die folgende Auflistung gibt Ihnen einige Anhaltspunkte, woran Sie eine mögliche Rechenschwäche Ihres Kindes erkennen können:

Obwohl mit dem Kind fleißig geübt wird, sind keine Erfolge sichtbar.
Das Kind klammert sich an ein Lösungsschema, nach dem alle Aufgaben unabhängig vom Aufgabentyp gelöst werden.
Auch in höheren Zahlbereichen werden beim Rechnen heimlich oder offen die Finger als Zählhilfen genutzt.
Nach Berechnung der Aufgabe 7+8 wird die Aufgabe 7+9 erneut durchgezählt.
Der Umgang mit der Uhr oder mit Geld ist kaum/nicht möglich.
Verdrehtes Sprechen und Schreiben bei mehrstelligen Zahlen: neununddreißig = 93
Verwechslung der Grundrechenarten
Lautgetreue Schreibung der Zahlen: 220 wird zu 20020
Das Rechnen mit der Zahl Null führt immer wieder zu Fehlern: 7-0=0; 8+0=0; 5x0=5; 6:0=6
Stellenwertigkeit von Zahlen wird nicht berücksichtigt: 50+4=90
Größenvergleiche von Zahlen gelingen nicht: 13 wird als größer angesehen als 26
Aufgaben wie 9-3 können gelöst werden, Platzhalteraufgaben wie 9-?=6 werden aber als zu schwierig erlebt.
Sachaufgaben erscheinen als zu schwierig.
In Sachaufgaben werden Größenangaben willkürlich kombiniert: z. B. 3 Sekunden und 8 Meter = 8


Was kann ich tun, wenn ich eine Rechenschwäche bei meinem Kind vermute?
Um zu klären, ob der Verdacht auf Rechenschwäche zutrifft, ist die Durchführung eines pädagogischen Tests zu empfehlen. Dabei wird bestimmt, wie stark der Lernstand des Schülers vom Leistungsniveau der Klassenstufe abweicht. Entscheidend ist darüber hinaus die Fehleranalyse, mit der geklärt wird, welche Denkfehler den falschen Antworten des Schülers zugrunde liegen.
Mit diesen Informationen können die Förderschwerpunkte des Schülers im mathematischen Bereich bestimmt werden.


An wen kann ich mich als Elternteil wenden?

Mögliche Ansprechpartner sind:

Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Schulpsychologischer Dienst (http://www.schulpsychologie.de)
Kinderpsychologen
Erziehungsberatungsstellen
Initiative zur Förderung rechenschwacher Kinder e.V. (http://www.ifrk-ev.de)
Rechenförderung im Studienkreis
Bundesverband für Legasthenie und Dyskalkulie e.V. (http://www.legasthenie.net)

An wen wendet sich die Rechenförderung im Studienkreis?
Der vermittelte Lernstoff behandelt schwerpunktmäßig den Lernstoff der ersten beiden Grundschuljahre. Daraus resultiert, dass nur Grundschüler in die Förderung aufgenommen werden, da Kinder höherer Klassen mit einer fehlerhaften Lernbasis im Zahlenraum bis 100 in der Regel eine negative Lerngeschichte aufweisen, der nur noch mit einer qualifizierten therapeutischen Behandlung begegnet werden kann.
Auswahlkriterium für eine Förderung bei Rechenschwäche ist eine qualitative Fehleranalyse auf Grundlage der Ergebnisse standardisierter und informeller Rechentests.


Was leistet die Förderung bei Rechenschwäche im Studienkreis und was nicht?
Die Förderung des Studienkreises sieht zu Beginn grundsätzlich einen pädagogischen Test mit den betroffenen Grundschülern vor. In der Förderung erarbeitet sie mit den rechenschwachen Schülern die Bedeutung von Zahlen und die Grundrechenarten Plus, Minus, Mal und Geteilt im Zahlenraum bis 100 (bis 1000).

Begleitet werden die Fördermaßnahmen durch Elternarbeit. Probleme der Erziehung und des Erziehungsstils werden besprochen, um auch auf den familiären Lernrahmen förderlich einzuwirken. So werden Fragen einer sinnvollen Hausaufgabenbetreuung geklärt und versucht, Eltern eine realistische Erwartungshaltung zu vermitteln.

Die Kontaktpflege mit den Fachlehrern soll darüber hinaus neben der Vervollständigung von Informationen dem Wecken von Verständnis für die Schwierigkeiten des Kindes dienen.

Da es sich bei der Rechenschwäche um ein sehr sensibles Thema handelt, bei dem nicht nur der Schulerfolg der Kinder, sondern auch ihre Gesundheit auf dem Spiel steht, werden folgende Grundsätze berücksichtigt:
Die Förderung bei Rechenschwäche im Studienkreis ist nicht als Therapie konzipiert. Sie richtet sich nicht an Kinder, die schwere Formen der Rechenschwäche aufweisen, die aus physischen Erkrankungen oder psychischen Störungen resultieren. Der Studienkreis arbeitet jedoch eng mit Ärzten, Psychologen, Psychotherapeuten und anderen Experten zusammen.


Wie oft findet die Förderung statt?
Die Förderung wird einmal wöchentlich für 90 Minuten durchgeführt und von häuslichen Übungen, die ein tägliches etwa fünfminütiges Training erfordern, begleitet. Ein tägliches kurzes Auffrischen der Lerninhalte bringt langfristig mehr als sporadische langdauernde Übungsphasen.


Wie findet die Förderung statt?
Die Förderung der Grundschüler findet in kleinen Lerngruppen von drei bis fünf Kindern statt. Es hat sich gezeigt, dass eine Förderung in einer Kleingruppe ein individuelles Eingehen auf jeden Schüler ermöglicht, gleichzeitig aber näher an einer Klassensituation ist als eine Einzelförderung. Dadurch ist die Übertragung der Lerninhalte auf den Schulalltag eher möglich.

Die Schüler erleben sich zudem, dass sie mit ihren Problemen nicht allein dastehen. In der Gruppe erfahren sie, dass auch andere Kinder ähnliche Schwächen haben. Dies wird von den Schülern als sehr entlastend erlebt und macht Mut, sich dem problematischen Lernstoff zu nähern.

Wird das individuelle Lernniveau des Kindes bei einer Gruppenförderung genügend berücksichtigt?
Das Konzept sieht drei verschiedene Einstiegsniveaus in die Förderung vor. Hauptkriterien für die Wahl des Einstiegsniveaus und die Zusammensetzung der jeweiligen Lerngruppen sind dabei das Ergebnis einer Fehleranalyse sowie die besuchte Klassenstufe.
Darüber hinaus ermöglicht die Kenntnis der individuellen Fehlerschwerpunkte eine gezielte Förderung innerhalb der Kleingruppe.



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Die Tests zur Feststellung einer Rechenschwäche werden von qualifizierten Fachkräften in den Rechen-Schulen durchgeführt. Sollte bei Ihrem Kind eine solche Lernschwäche festgestellt werden, können Sie gemeinsam mit den Experten die Planung der individuellen Förderung besprechen.

Die Rechen-Schulen im Studienkreis fördern Kinder mit besonderen Problemen und Schwierigkeiten beim Rechnen und Zahlenverständnis. Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Aufarbeitung von individuellen Fehlern. Inhaltlich werden der Zahlenbegriff, das Zahlensystem sowie das Verständnis der vier Grundrechenarten aufgearbeitet. Ergänzend dazu werden Übungen und Spiele zur visuellen Wahrnehmung und zum räumlichen Denken durchgeführt.
Jeder zweite Grundschüler hat Schwierigkeiten sich zu konzentrieren, haben Befragungen von Eltern gezeigt. Die Konzentrationsfähigkeit spielt auch bei dem Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechnen eine große Rolle. So gehen Lernschwierigkeiten nicht selten mit Konzentrationsschwächen einher. Betroffenen Kindern sollte deshalb so früh wie möglich geholfen werden, damit sich schlechte Schulnoten gar nicht erst festsetzen.